Die Halogenoxide sind endotherme Verbindungen (ausser
),
die beim Erwärmen explosionsartig zerfallen.
Die
mit X=Cl, Br sind schwach gebundene, gewinkelte Moleküle.
ist sehr explosiv und wirkt für Anwendungen oft mit
verdünnt (Bleichen).
Es ist ein Radikal mit gewinkelter Struktur,
das bei tiefer Temperatur dimerisiert.
Die Struktur von
legt die Formulierung eines Bromperbromats nahe,
.
ist ebenfalls gemischtvalent
und muss als
formuliert werden.
Dichlorheptaoxid,
, ist das beständigste Chloroxid und
bildet mit Wasser Perchlorsäure,
.
In den Halogenoxiden und den Sauerstoffsäuren der Halogene ist der Sauerstoff stets die negativ geladene Komponente für X=Cl, Br und I. Auch bei den Säuren steigt im allgemeinen die Stabilität mit wachsender Oxidationszahl der Halogenatome.
In vielen Lehrbüchern wird die d-Orbitalbeteiligung bei elektronenreichen Verbindungen häufig überbewertet. Man kann man die Bindungsverhältnisse in solchen ''hypervalenten'' Verbindungen auch über sp-Bindungen und Coulomb-Wechselwirkungen, die sogenannte semipolare Bindung beschreiben.
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Beispiel ClO
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Die Säurestärke steigt mit zunehmender Oxidationszahl am Halogenatom, weil dadurch die X-O-Bindung verstärkt und die H-O-Bindung gleichzeitig geschwächt wird. Das gilt analog für die Reihe
.
Die Hypochlorige Säure ist ein starkes Oxidationsmittel und eine
schwache Säure.
Hypochlorite entstehen beim Einleiten von
in kalte
alkalische Lösungen.
Chlor- und Perchlorsäure können mit Hilfe von Schwefelsäure
aus den Salzen rein dargestellt werden.
Beide sind sehr starke Oxidationsmittel ebenso wie die Chlorate
und Perchlorate.
Erstere sind aus kinetischen Gründen sogar noch stärker.
Reine Perchlorsäure kann unerwartet explodieren.
Die wässrigen Lösungen sind stabil.
ist eine der stärksten Säuren.
Iodsäure und Periodsäure sind ebenso wie die entsprechenden
Iodate und Periodate bekannt und wirken stark oxidierend.
Periodsäure,
, ist eine dreibasige Säure,
die zur Oligomerisierung bzw. zur Polymerisierung neigt.
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