mit X=S, Se, Te und Po sind alle bekannt und alle sehr giftig.
Nur
bildet sich noch exotherm.
Verbindungen mit X=S, Se und Te sind schwache zweibasige Säuren.
Schwefelwasserstoff wird im Labor aus ionischen Sulfiden dargestellt.
Man kennt von vielen Metallen Sulfide, Hydrogensulfide und
Disulfide mit den Anionen
,
und
(Tab. 22).
| Struktur | Verbindung |
| Antifluorit | Li |
| Natriumchlorid | MgS, CaS, BaS, MnS, PbS, LaS, CeS, US, PuS |
| Nickelarsenid | FeS, CoS, NiS, VS, TiS, CrS |
| Pyrit | FeS |
| Zinkblende | BeS, ZnS, CdS, HgS |
| Wurtzit | ZnS, CdS, MnS |
| Cadmiumiodid | TiS |
| Die Schwerlöslichkeit der Metallsulfide benutzt man in der analytischen Chemie zur Trennung von Metallen. |
Bei pH = 0 beträgt in einer gesättigten H
S-Lösung die Konzentration
(S
) = 10
mol/l. Schwerlösliche Sulfide fallen daher
mit H
S schon aus saurer Lösung aus (Schwefelwasserstoffgruppe):
| As |
Sb |
SnS | HgS | PbS | Bi |
CuS | CdS |
| gelb | orange | braun | schwarz | schwarz | dunkelbraun | schwarz | gelb |
Weniger schwerlösliche Sulfide fallen erst in Ammoniakalischer Lösung aus,
in der die S
-Konzentration wesentlich grösser ist
(Ammoniumsulfidgruppe):
| NiS | CoS | FeS | MnS | ZnS |
| schwarz | schwarz | schwarz | fleischfarben | weiss |
Als Reagenz eigent sich Thioacetamid, das mit Wasser zu H
S reagiert.
Neben
treten noch andere Polysulfide mit
Ionen auf
wie
und
,
die in polaren Lösungsmitteln farbige Lösungen liefern
(gelbgrün, blau, rot).