Der Unterschied zwischen dem glasförmigen und dem kristallinen
Zustand ist nur ein struktureller und hat mit der Zusammensetzung
nichts zu tun.
Fast alle Stoffe können heute (zumindest theoretisch) glasförmig
hergestellt werden,
wenn man die zur Kristallisation notwendige Zeit beim Abkühlen
bzw. Ausscheiden nicht zur Verfügung stellt.
Einige Stoffe, wie
und Silicate, finden nur langsam die
richtige Kristallstruktur und bilden deshalb leicht Gläser.
(Auch Metalle kann man glasartig herstellen, wenn die Abkühlraten
bei etwa
K/s liegen).
Besonders leicht tritt Glasbildung auf, wenn
dem Glasbildner (
)
sogenannte Netzwerkwandler,
meist basische Oxide (
), zugesetzt werden.
Man unterscheidet Gebrauchsglas (
-Glas)
und Spezialgläser wie Jenaer Glas, Pyrex- und Supremaxglas,
denen
und
zur Verbesserung von Festigkeit,
Ausdehnungskoeffizient und chemischer Beständigkeit zugefügt sind.
Farbige Gläser erhält man durch Zusatz von Metalloxiden
wie
(grün),
(braun),
(blau) und
(rubin).
Milchglas enthält Ausscheidungen von
oder
.
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