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Sauerstoffverbindungen der dreiwertigen Metalle

Aluminiumhydroxid, $ Al(OH)_3$, zeigt eine ausgesprochene Amphoterie. Ähnlich verhalten sich $ Ga(OH)_3$ und $ In(OH)_3$. Man kann das Hydroxid durch Ausfällen aus Aluminatlösungen darstellen

$\displaystyle 2[Al(OH)_4]^- + CO_2 \longrightarrow 2 Al(OH)_3 + CO_3^{~2-} + H_2O
$

Aluminate und Gallate, $ M[Al(OH)_4]$ und $ M[Ga(OH)_4]$, von Alkalimetallen werden in alkalischer Lösung gebildet. In stark alkalischer Lösung tritt auch das weniger stabile Hexahydroxoaluminat-Anion $ [Al(OH)_6]^{3-}$ auf. Durch Entwässern von $ M[E(OH)_4],$ $ E(OH)_3$ sowie $ EO(OH)$ (M=Alkalimetall; E=Al, Ga, In) können die Oxide $ Al_2O_3$, $ Ga_2O_3$ und $ In_2O_3$ hergestellt werden. Braunes $ Tl_2O_3$ entsteht nur unter stark oxidierenden Bedingungen und wird aus $ [Tl(NO_3)_3](H_2O)_3$ synthetisiert. $ Al_2O_3$ bildet mit vielen anderen Oxiden Doppeloxide der Zusammensetzung $ MAl_2O_4$, die in der Spinellstruktur kristallisieren. Von Gallium kennt man Gallate der Alkali- , $ \stackrel {+1}{M}GaO_2$, und der Erdalkalimetalle, $ \stackrel {+2}{M}Ga_2O_4$.



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letzte Änderung: 2006-02-24