Noch sehr viel deutlicher als bei den Alkalimetallen ist der
Unterschied im chemischen Verhalten zwischen leichtestem Element
und den schwereren Homologen.
Beryllium zeigt eine ganz eigene Chemie, die eine gewisse Beziehung
zu der des Aluminiums hat (Schrägbeziehung) aber in einigen
Fällen auch zu der des Siliciums (Be und Al sind amphoter).
Be neigt stärker zur Bildung kovalenter Bindungen wegen seines
kleinen Radius,
seiner relativ hohen Ladung pro Volumeneinheit und
seiner relativ grossen Elektronegativität.
Die Neigung zur Ausbildung von
Hybridorbitalen ist ausgeprägt
und damit zu gerichteten Bindungen.
Für viele isoelektronische Verbindungen von Be und Si findet
man die gleiche Struktur (Isotypie):
| Si-Verb. | Be-Verb. | n | Strukturtyp |
| 16e | Cristobalit | ||
| 24e | Enstatit | ||
| 24e | Wollastonit | ||
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32e | Forsterit |
| 32e | Zirkon |
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Wichtig dabei ist, dass neben der Zahl der Valenzelektronen auch die
Zahl der Atome und der unterscheidbaren Atomsorten übereinstimmt.
Die Charakteristika der Atome auf gleichen Strukturpositionen
in den Verbindungspaaren sollten ähnlich sein
(aber vgl. anti-Typen).
Be hat bevorzugt die Koordinationszahl CN=4,
Mg bereits CN=6 und
die schwerenen Homologen CN
6.
Für die Stabilität der salzartigen Verbindungen (Ionenverb.) gilt:
| Mineralienbilder: |