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Aufbau des Periodensystems der Elemente
Der Aufbau des Periodensystem und die zugrunde liegenden
Effekte sind im PC-Teil der Vorlesung ausführlich behandelt worden.
Wir wollen
an dieser Stelle nur einige Vertiefungen und Auffrischungen
anbringen.
Die Orbitalabfolge im Wasserstoffatom (1 Proton, 1 Elektron)
verändert sich bei Mehrteilchensystemen (alle anderen Elemente).
Das liegt im wesentlichen daran, dass die unterschiedlichen
Elektronen
(in s-, p-, d- und f-Orbitalen) unterschiedlich
auf eine Veränderung der Kernladung reagieren.
Abbildung 1:
Änderung der Atomgrössen mit steigender Ordnungszahl innerhalb einer Periode
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Abbildung 2:
Radialverteilungsfunktionen für ein Ein-Elektronen-Atom
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Tabelle 1:
Ein Kästchen symbolisiert ein Orbital, ein Pfeil ein Elektron, die
Pfeilrichtung die Spinrichtung des Elektrons. Zur Vereinfachung der
Schreibweise werden für abgeschlossene Edelgaskonfigurationen wie
1s
2s
2p
oder 1s
2s
2p
3s
3p
die Symbole [Ne] bzw.
[Ar] verwendet. Unregelmässige Elektronen-Konfigurationen sind mit einem
Stern markiert.
![\begin{table}
\vspace{2\baselineskip}
\centering\includegraphics[width=.9\textwidth]{/usr/edu/lector/vorlesung_al2/pic/al2_1_auffuellsch}
\end{table}](img63.gif) |
Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Abschirmung durch
zwischen Kern und betrachtetem Orbital liegenden
Elektronenschalen.
Abbildung 3:
Periodensystem der Elemente. Bei jeder Periode ist angegeben, welche
der Orbitale aufgefüllt werden. Bei jeder Gruppe ist die Bezeichnung für
das jeweilige Elektron, das beim Aufbau der Elektronenschale hinzukommt,
angegeben. Die Elektronenkonfiguration eines Elements kann sofort abgelesen
werden. Elektronenkonfigurationen, die nicht mit der in Tabelle
1
angegebenen Reihenfolge der Besetzung von Unterschalten
übereinstimmen, sind mit einem Stern markiert.
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Die Ionisierungsenergien
geben die unvollständige Abschirmung der
Kernladung wieder.
Die erste Ionisierungsenergie ist die Energie,
die man aufwenden muss, um das am schwächsten gebundene
Elektron von einem Atom in Vakuum abzulösen.
gilt für alle Elektronen an allen neutralen und positiv
geladenen Elementen.
Abbildung 4:
Ionisierungsenergie der Hauptgruppenelemente. Die
Ionisierungsenergie spiegelt direkt den Aufbau der Elektronenhülle in
Schalen und Unterschalen wider. Die Stabilität voll besetzter
(s
, s
p
) und halbbesetzter (s
p
) Unterschalen ist an den
Ionisierungsenergien abzulesen. Bei Alkalimetallen mit der Konfiguration
s
, bei denen mit dem Aufbau einer neuen Schale begonnen wird, treten
Minima auf.
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Die Elektronenaffinität
ist diejenige Energie, die man
aufwenden muss,
um von einem einfach negativ geladenen Anion das am schwächsten
gebundene Elektron abzulösen.
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(1) |
Kehrt man den Vorgang in Gl. 1 um, so betrachtet man die
Aufnahmekapazität eines neutralen Atoms für ein ganzes Elektron.
Tabelle 2:
Elektronenaffinitäten
einiger Elemente
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Negative Zahlenwerte bedeuten, dass bei der Reaktion

Energie abgegeben wird. Es muss jedoch darauf
hingewiesen werden , dass die Vorzeichengebung nicht einheitlich erfolgt.
Eingeklammerte Zahlenwerte sind die Elektronenaffinitäten der Reaktion

. Zur Anlagerung eines zweiten Elektrons
ist immer Energie erforderlich.
Tabelle 3:
Elektronegativitäten der Elemente
![\begin{table}
\centering\includegraphics[width=1.0\textwidth]{/usr/edu/lector/vorlesung_al2/pic/al2_1_elektronegativ}
\end{table}](img82.gif) |
und
sind also unterschiedliche Grössen.
Beide sind im Konzept der Elektronegativitäten enthalten.
Obwohl die Elektronegativität
keine observable Grösse ist,
ist sie für chemische Vorstellungen von besonderer Bedeutung.
Mit Hilfe der Elektronegativität kann z.B. unterschieden werden zwischen
Metallen, Halbmetallen und Nichtmetallen und
weiter unter Berücksichtigung der Differenz
der an
einer Bindung beteiligten Atome
zwischen metallischer, kovalenter und ionischer Bindung.
Abbildung 5:
Schematischer Verlauf der Elektronendichte zwischen
benachbarten Gitterbausteinen in Kristallgittern mit unterschiedlichen
Bindungsarten
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letzte Änderung:
2006-02-24