Arrhenius hat gezeigt, dass bei schwachen Säuren und Basen Dissoziationskonstanten definiert werden können nach:
als
und nach
als
Ausserdem gilt
und
werden als Aciditäts- und Basizitätskonstante
bezeichnet.
Schwache Säuren werden durch
-Werte charakterisiert,
die wesentlich kleiner als
sind.
Entsprechendes gilt für schwache
Basen.
Starke Säuren und Basen haben
- bzw.
-Werte grösser
als 100. Ihre Bestimmung ist in diesem Falle schwierig, da die
Konzentrationen
von
bzw.
nahezu identisch mit der eingesetzten Säure-
oder Basekonzentration sind.
Anstelle der
- bzw.
-Werte werden oft ihre negativen
Dezimallogarithmen
verwendet, die sogenannten
- bzw.
-Werte. Eine Liste häufig
gebrauchter
-Werte ist in
der Tabelle 3 zu finden.
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In der Tabelle 3 werden auch zwei-
und dreiprotonige Säuren aufgeführt. Deren
Dieses Vorgehen ist notwendig um den Einfluss der
interionischen Wechselwirkungen auf die Konstanten zu eliminieren, die
proportional zur Ionenstärke sind.
Es ist bei potentiometrischen Messungen üblich alle Lösungen mit dem gleichen Inertsalz der gleichen molaren Konzentration zu versehen, um durch die Aktivitätskoeffizienten wie auch die Diffussionspotenziale an den Phasengrenzen der verwendeten Messzellen konstant halten zu können. |
Zwischen der Aktivität a und der Konzentration c eines Ions gilt, wie schon erwähnt, folgende Beziehung
wobei der Aktivitätskoeffizient
mit der Ionenstärke variiert nach
für Ionenstärken
0.1.
Die Konstanten
und
lassen sich mit verschiedenen Methoden
bestimmen:
Eine Bestimmung der Dissoziationskonstanten
der Säure
lässt sich leicht durch Messung des pH-Wertes einer wässrigen
Lösung bekannter Konzentration c durchführen.
Durch Einstellung des
Gleichgewichts werden die für die verschiedenen Spezies angegebenen
Konzentrationen erreicht.
Aus dem gemessenen pH-Wert erhält man die Wasserstoffionenkonzentration
, die zusammen mit c, der Menge der zugegebenen Säure, die
Berechnung von
erlaubt.
Diese Methode kann zu wesentlich genaueren Werten führen, wenn man die
Ausgangslösung mit starker Base titriert und damit die Säure
neutralisiert. Man erhält dann eine sogenannte Titrationskurve,
deren Auswertung den Wert für
ergibt.
Man kann in etwa folgende Einteilung der Säuren treffen:
Verdünnte Lösungen haben Konzentrationen von
Damit ersteckt sich der pH-Bereich auf
Vollständige Protonierung von
Reines Wasser -- 55.55M
pH zwischen -1 und -2
Starke Säuren und Supersäuren protonieren sich selbst
Konz.
ist ca
mal saurer als 1M
Alle Säuren, die noch stärker sind heissen Supersäuren
| Säure | Formel | x saurer |
| Dischwefelsäure | ||
| Fluoroschwefelsäure | ||
| Magische Säure |
|
Superlewissäuren erniedrigen die Konzentration der konjugierten Base.
Supersäuren können extrem schwache Basen protonieren:
Ausserhalb des (normalen) pH-Bereiches (0-12) können
die Spezies
und
nicht mehr vollständig von
hydratisiert sein.
Zusätzlich können sie auch direkt von der Säure bzw. Base geliefert
werden.
Damit sind die normalen pH-Messungen gestört.
Bei Arrheniussäuren und -basen hängt der jeweilige Charakter von der gegenseitigen Stärke der Bindungen
ab.
Säurestärke in einer Gruppe:
Säurestärke in einer Periode:
Für Säuren der Form
hat L.Pauling folgende
Regeln angegeben:
bzw.
In anderen Lösungsmitteln als Wasser treten andere
- und
-Werte auf.
| Säure | pK |
pK |
| NH |
9,3 | -1,62 |
| H |
10,4 | 0 |
| PH |
27 | 16 |
Der Bereich der Säurestarken, der in einem Lösungsmittel untersucht
werden kann ist umso grösser, je geringer die Autoprotolyse des
Lösungsmittels ist.
(vgl. Zunahme der Säurestärke von HCl in Alkoholen).
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