Gravimetrie

Eine weitere Anwendung von Fällungsreaktionen ist die Gravimetrie. Es handelt sich hierbei um eine quantitative Analysenmethode zur Bestimmung der in einer Lösung vorhandenen Kationen und Anionen.

Man nutzt dabei die Schwerlöslichkeit gewisser Verbindungen aus. Die betreffende Fällungsreaktion muss selektiv für die zu bestimmenden Ionen sein und unter den gewählten Bedingungen quantitativ ablaufen.

Das gefällte Produkt soll möglichst leicht filtrierbar sein und eine grosse Molmasse besitzen.

Man kennt verhältnismässig viele Verbindungen, die schwerlöslich sind, aber trotzdem nicht für gravimetrische Bestimmungen verwendet werden können, weil die Trennung des kristallinen Niederschlags oder die Überführung zu einem leicht wägbaren Produkt mit konstanter Zusammensetzung nicht gelingt.

Aus diesem Grund werden z.B. die meist schwerlöslichen Sulfide und Hydroxide sehr selten in der Gravimetrie verwendet.

Das Nickel-Ion wird z.B. mit Dimethylglyoxim bestimmt.

Die Gravimetrie erlaubt Bestimmungen mit einer wesentlich höheren Genauigkeit als die Volumetrie (Titration). Sie wird daher oft zur Kontrolle der anderer Methoden verwandt, auch wenn sie relativ zeitraubend ist.


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letzte Änderung: 2006-02-23