Schon sehr früh versuchte man, Ursache und Wirkung von Säuren
und Basen zu erforschen.
A. L. Lavoisier (1743 - 1794) hielt noch den
Sauerstoff (Oxygenium = Säurebildner) für die Ursache der sauren
Wirkung eines Stoffes, da beim Auflösen vieler Nichtmetalloxide
(vgl. Tabelle 1 Säureanhydride) in
Wasser saure Lösungen (Säuren) entstehen.
Später wiesen dann H. Davy (1779 - 1829) und vor allem J. Liebig (1803
- 1873) dem durch Metalle ersetzbaren Wasserstoff die säurebildende
Rolle zu.
Unser heutiges Verständnis der Säurewirkung in
wässrigen Lösungen geht auf S. Arrhenius (1859 - 1927) zurück,
der die sauren Eigenschaften einer Verbindung nicht auf das
Wasserstoffatom, sondern auf das Wasserstoffion (Proton, H
)
zurückführte.
Im folgenden seien einige Eigenschaften von Säuren und Basen
zusammengefasst:
Säuren und Basen neutralisieren sich gegenseitig, wenn auch nicht notwendigerweise komplett.