Das Gleichgewicht zwischen einem Feststoff und seinen Ionen in Lösung
kann durch das Löslichkeitsprodukt
bzw.
charakterisiert
werden.
Ist eine schwerlösliche Verbindung auch in Lösung vorhanden, so wird dies durch Angabe der entsprechenden Konstanten berücksichtigt.
Für
findet man folgendes Gleichgewicht:
mit dem Löslichkeitsprodukt:
und entsprechend für ein komplizierteres Salz:
mit dem Löslichkeitsprodukt:
Man unterscheidet drei verschiedene Fälle von Lösungsgleichgewichten:
Oft kann die Konstante
experimentell
(z. B. durch EMK-Messungen)
ermittelt werden.
Manchmal ist
mit gewissen Kationen besonders klein, so dass diese
aus einer Lösung in Form von schwerlöslichen Verbindungen
abgetrennt werden können.
Calciumphosphat in den Knochen oder
Calciumcarbonat in der Schale einer Muschel sind Beispiele von
Fällungen, die für Lebewesen von grosser Bedeutung sind.
Die Metallionen
(
können mit
leicht als Sulfide aus einer Lösung gefällt
werden.
werden mit
bzw.
als feste Sulfide und
mit
als feste Hydroxide in der
qualitativen Analyse abgetrennt.
In photographischen Prozessen werden die Silberhalogenide, die durch
das Licht nicht verändert wurden (unbelichtete Filmbereiche), mit
Natriumthiosulfat (Fixiersalz) entfernt.
bildet dabei lösliche Silberkomplexe.
In Tabelle 13 ist eine Liste von
-Werten angegeben.
Beim Vergleich der Löslichkeiten (in M) dieser Verbindungen können
die angegebenen Werte nur dann
direkt verwendet werden, wenn die betrachteten Verbindungen die
gleiche Zahl von Ionen in Lösung bilden.
Dagegen lässt sich zeigen, dass z. B.
eine grössere Löslichkeit in
aufweisst
(
M) als
(
M),
obwohl
für die
erste Verbindung wesentlich kleiner ist als für die zweite
(
bzw.
).
Die Löslichkeit von schwerlöslichen Verbindungen kann auf unterschiedliche Art und Weise verändert werden:
Durch Änderung der
Aktivitätskoeffizienten variiert der
Wert von
.
Gewöhnlich werden bei Zugabe von Inertsalzen die Aktivitätskoeffizienten kleiner als eins, wobei diese Veränderung von der Ionenstärke und vom verwendeten Salz abhängt.
So kann man die Konzentration einer Komponente in Lösung
stark verringern und gleichzeitig eine quantitative Bestimmung
des Feststoffes durchführen.
Andere typische Beispiele sind:
Schwerlösliche Sulfide werden besonders von d
und d
Kationen
gebildet.
Auch bei anderen schwachen Säuren (H
PO
, H
CO
, HSO
,
HCrO
) ist die Bildung von schwerlöslichen Salzen pH abhängig.
| Al(OH) |
|
[Al(OH) |
| schwerlösl. | löslich | |
| AgCl + Cl |
|
[AgCl |
| schwerlösl. | besser löslich |