Verbindungen wie
oder
,
die schon vor 100 Jahren bekannt waren, konnten nach der damals geltenden
Valenzlehre nicht verstanden werden und wurden darum Verbindungen
höherer Ordnung genannt.
Es war z.B. schon bekannt, dass es in Lösungen von
Chlorokomplexen nicht immer möglich war, alle enthaltenen
Ionen mit
Lösung zu bestimmen.
So werden bei
drei, bei
nur zwei und bei
kein Chloridion
bestimmt.
Diese Befunde konnten von A. Werner
durch Einführung von Koordinationszuordnungen erklärt werden.
In den drei
angegebenen Beispielen ist die Koordinationszahl immer sechs.
Bei robusten Komplexen (
) werden Liganden
der ersten Koordinationssphäre nur sehr langsam ersetzt,
und darum können bei der Titration mit
nicht alle
quantitativ erfasst werden.
Die Untersuchungen von Werner haben gezeigt, dass besonders bei
Verwendung von einzähnigen Liganden eine grosse Vielfalt von Komplexen
gefunden werden kann.
Dabei tritt
die Koordinationszahl sechs sehr häufig, aber
nicht aussschliesslich auf. Für viele Ionen gibt es bei wechselnden
Liganden Komplexe mit unterschiedlicher Koordinationszahl.
Für
sind oktaedrische, tetraedrische und quadratisch-planare
Komplexe bekannt.
Einige Ionen bevorzugen eine ganz bestimmte Koordinationszahl und
Koordinationsgeometrie.
Die Koordinationszahl drei tritt sehr selten auf, Beispiele sind aber bekannt:
|
|
trigonal planar |
|
|
trigonal pyramidal |
|
|
trigonal planar |