In Wasser können Liganden für die Metallkomplexbildung
eingesetzt werden, die in der Lage sind, die am Metallatom koordinierten
Moleküle zu ersetzen.
Man kennt sehr viele solcher Liganden, wie z.B. die einfach
koordinierenden,
einzähnigen
Ethylendiamin, Oxalatanion, Glycinat, Mercaptoacetat,
Acetylacetonat, Iminodiacetat und 2,2'Dipyridyl
Diethylendiamin (dreizähn.), Nitriloacetat (vierzähn.),
Bis-(2,2'Dipyridyl) (vierzähn.),
Anion der Ethylendiamintriessigsäure (fünfzähn.) und
Ethylendiamintetraacetat (
, sechszähn.).
Die Pfeile deuten die freien Elektronenpaare an, die die Koordinationsstellen besetzen. Weitere Beispiele sind sogenannte makrozyklische Liganden, von denen hier nur
18-Krone-6, Cryptand C222 sowie C221 (jeweils sechszähn.) genannt seien, die in Wasser stabile Komplexe mit einigen Alkali- und Erdalkalimetallenionen bilden.
Ferner sind in lebenden Organismen Metallkomplexe mit sehr komplizierten Strukturen vorhanden, die als (Enzyme) wirken. Als Beispiel sei hier die Carboxypeptidase aufgeführt, ein Zinkkomplex der Summenformel
bestehend aus 307 Aminosäuren. Der Zn-Gehalt beträgt 0,19 %.
Das
Ion ist mit zwei N-Atomen aus Histidin (69 und 196),
einem O-Atom aus Glutaminsäure 72 und einem O-Atom eines
-Moleküls koordiniert.