Elektroden für EMK-Messungen

Bei jeder Halbreaktion wird immer ein System zur Übertragung der Ladungen bzw. zur Abscheidung oder Auflösung eines Reaktanden benötigt. Diese Funktionen werden durch geeignete Elektroden realisiert.

Durch Anwendung sehr kleiner Strommengen treten i.d.R. vernachlässigbar kleine Änderungen der Konzentrationen der Ionen in Lösung auf. Das heisst zugleich, dass die gemessene EMK zeitlich praktisch unverändert bleibt. Bei vielen Messungen sind Phasengrenzen zwischen zwei Lösungen unvermeidlich (pH-Messung, Anwendungen von Referenzelektroden, etc.).Diese verursachen sogenannte Diffusionspotenziale, die eine genaue EMK-Messung erschweren. Alle Teile einer Messkette können die Messergebnisse beeinflussen, weil auch sie mitgemessen werden.

Die folgende Überlegungen müssen bei der Auswahl von Elektroden angestellt werden:

Man verlangt dabei, dass eine Elektrode ein Verhalten aufweisst, das die Nernstsche Gleichung der entsprechenden Halbzelle erfüllt. Zusätzlich ist für die Praxis ein rasches Einstellen der entsprechenden Gleichgewichte erforderlich. Diese Bedingungen sind nicht immer erfüllt.


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letzte Änderung: 2006-02-23