Bei jeder Halbreaktion wird immer ein System zur Übertragung der
Ladungen bzw. zur Abscheidung oder Auflösung eines Reaktanden
benötigt. Diese Funktionen werden durch geeignete Elektroden
realisiert.
Durch
Anwendung sehr kleiner Strommengen treten i.d.R. vernachlässigbar kleine
Änderungen der Konzentrationen der Ionen in Lösung auf.
Das heisst zugleich, dass die gemessene EMK zeitlich praktisch
unverändert bleibt.
Bei
vielen Messungen sind Phasengrenzen zwischen zwei Lösungen
unvermeidlich (pH-Messung, Anwendungen von Referenzelektroden, etc.).Diese
verursachen sogenannte Diffusionspotenziale, die eine genaue EMK-Messung
erschweren.
Alle Teile einer Messkette können die Messergebnisse beeinflussen,
weil auch sie mitgemessen werden.
Die folgende Überlegungen müssen bei der Auswahl von Elektroden
angestellt werden:
- Wenn bei der Halbreaktion ein Metall und seine Ionen auftreten, dann
wirkt das Metall als Elektrode (z.B. Cu, Zn, Ag, etc.)
- Platinschwarz oder Platinschwamm kann
sehr grosse Mengen an
aufnehmen und abgeben.
Es kann daher als Basismaterial für eine Wasserstoffelektrode
verwendet werden.
- Elektroden für Anionen erhält man, indem man ein
Metall, mit einem schwerlöslichen Salz des betreffenden Anions
beschichtet.
So erlauben die Elektrodensysteme
,
die Messung
von
Anionen (
).
- Bei Halbreaktionen zwischen löslichen Reaktanden mit
verschiedenen Oxidationszahlen können inerte Metallelektroden
verwandt werden, zum Beispiel Pt oder Au für die Redoxpaare
- Das Potenzial zwischen zwei Lösungen gegebener
Wasserstoffionenkonzentration, getrennt durch eine geeignete
Membran (z.B. ionendurchlässiges Spezialglas), kann mittels
Glaselektroden gemessen werden.
Man verlangt dabei, dass eine Elektrode ein Verhalten aufweisst, das die
Nernstsche Gleichung der entsprechenden Halbzelle erfüllt.
Zusätzlich ist für die Praxis ein rasches
Einstellen der entsprechenden Gleichgewichte erforderlich.
Diese Bedingungen sind nicht immer erfüllt.
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letzte Änderung:
2006-02-23