Elektroden zweiter Art

Setzt man einem $ Ag^+/Ag-$Halbelement Anionen zu, die mit $ Ag^+-$Ionen ein schwerlösliches Salz billden, so wird die $ Ag^+-$Ionenkonzentration durch das Löslichkeitsprodukt des Salzes bestimmt. Das Potenzial einer solchen Elektrode erhält man also mit

$\displaystyle E = E^\circ + 0.059 \lg [Ag^+] $

und

$\displaystyle [Ag^+][Cl^-] = L. $

zu

$\displaystyle E = E_{Ag}^\circ + 0.0592 \lg \frac {L}{[Cl^-]}. $

Elektroden zweiter Art eignen sich sehr gut als Vergleichselektroden.
  • Sie lassen sich leicht herstellen.
  • Ihr Potenzial ist gut reproduzierbar.


Eine in der Praxis häufig gebrauchte Vergleichselektrode ist die Kalomelelektrode, die aus einem Pt-Draht, Quecksilber, Quecksilberchlorid, und einer gesättigten Kaliumchloridlösung besteht:

$\displaystyle Pt/Hg/Hg_2Cl_2/KCl(ges.) \quad E^\circ = +0.24V $

Der Pt-Draht dient nur als Zuleitung.




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letzte Änderung: 2006-02-23