Redoxreaktionen

Der Begriff Redoxreaktion geht auf Lavoisier zurück, der für Vorgänge, bei denen sich eine andere Substanz mit Sauerstoff verbindet, den Ausdruck Oxidation einführte, wie z.B. bei

$\displaystyle 2 Ni + O_2 \longrightarrow 2 NiO $

$\displaystyle 2Mg + O_2 \longrightarrow 2MgO $

$\displaystyle 3 Fe + 2 O_2 \longrightarrow Fe_3O_4 $

und

$\displaystyle S + O_2 \longrightarrow SO_2 $

Die Bezeichnung Reduktion wurde entsprechend für den Entzug von Sauerstoff verwendet (vgl. Gewichtsreduktion):

$\displaystyle CuO + H_2 \longrightarrow Cu + H_2O $


$\displaystyle Fe_2O_3 + 3C \longrightarrow 1Fe + 3CO$ (24)

Die Reaktion 24 beschreibt den wesentlichen Vorgang beim Hochofenprozess zur Darstellung von Roheisen.

Viele Oxide lassen sich mit elementarem Aluminium reduzieren
( $ \longrightarrow$aluminothermische Reaktionen, Thermitversuch) unter Bildung von Aluminiumoxid:

$\displaystyle 3 SiO_2 + 4Al \longrightarrow 3Si + 2Al_2O_3 $


bzw.

$\displaystyle Fe_2O_3 + 2Al \longrightarrow 2Fe + Al_2O_3
$

Reduktion und Oxidation gehen immer miteinander einher. Deshalb nennt man solche Reaktionen Redoxreaktionen. Heute versteht man unter diesem Begriff ganz allgemein Reaktionen, bei denen Elektronen zwischen den Komponenten übertragen werden.



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letzte Änderung: 2006-02-23