Diese Frage wurde von den griechischen Naturphilosophen (Thales,
Anaximander, Anaximenes, Parmenides und Heraklit) eingehend untersucht.
Sie vermuteten einen universellen Urstoff
hinter allen Veränderungen in der
Natur.
Empedokles (494-434 v.Chr.) begründete die Vorstellung von den
vier Urstoffen Erde, Feuer, Luft und Wasser. Ausserdem unterschied er
zwischen Stoff und Kraft. Nach heutiger naturwissenschaftlicher Sicht
gibt es Grundstoffe (Physik: sechs Quarks(?), Chemie: ca.108 Elemente).
Demokrit (460-370 v.Chr.) schliesslich stellte die These von
kleinsten, unsichtbaren und unteilbaren Teilchen auf,
die er Atome nannte. Diese seien in allen Stoffen in verschiedenen
Kombinationen enthalten.
Durch genaue Naturbeobachtungen und klares logisches Denken haben die
griechischen Philosophen eine erstaunlich gute
Vorstellung von den Stoffen unserer Welt erlangt, die erst
etwa 2300 Jahre später als grundsätzlich richtig bestätigt
werden konnte (Rutherford - Rückstreuung von
-Teilchen, 1911;
von Laue - Röntgenbeugung, 1911).
Die buddhistischen Philosophen haben vor etwa 2000 Jahren die Vorstellung
einer kleinsten Zeiteinheit (Darma), also einer Art Quantelung der Zeit,
entwickelt.
Die Quantelung von Energiezuständen wurde von Planck
(1901)
begründet und von Bohr (1913) zur Erklärung der verschiedenen Atome und
ihrer Eigenschaften benutzt.
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Im Jahre 1805 stellte Dalton folgende Postulate auf:
Das zweite Postulat gilt im Rahmen chemischer Energieumsetzungen,
nicht aber für Kernreaktionen (-Kernphysik).
Postulat 4 wird als Regel von den konstanten Massenverhältnissen
bezeichnet. Heute weiss man, dass nicht die Massen sondern die relativen
Atomzahlen (Molzahlen) in vielen Verbindungen konstant sind. Solche
Verbindungen
werden als Daltonide bezeichnet (H
O, CH
, KIO
, etc.).
Es gab
aber von verschiedener Seite Zweifel daran, dass Postulat 4 für alle
chemischen Verbindungen gilt, was zu einem lebenslänglichen Streit
zwischen Dalton und Berthollet führte.
Heute weiss man, dass auch auf der Basis von
Molzahlen in vielen Verbindungen keine konstanten Molverhältnisse
auftreten. Solche Verbindungen wurden
als Berthollide bezeichnet.
Man spricht hierbei von Phasenbreiten, die häufiger bei Verbindungen zwischen Metallen (Legierungen) auftreten.