| v.30 000 | v.Chr. | Feuer |
| 20 000 - 10 000 | v.Chr. | Bodenbearbeitung, Düngung |
| 4 000 | v.Chr. | Gebrauchsmetalle (Gold, Silber) Au, Ag |
| (HgS) - Hg(Zinnober) | ||
| Röstreaktionen Pb, Su, Cu | ||
| Bronze (Cu/Sn) | ||
| delta-CuSn Bronze | ||
| 3500 | v.Chr. | Glas(Mesopotanien) |
| Mumifizieren mit Na |
||
| 2500 | v.Chr. | Ledergerben Alaun+Galläpfel |
| K Al(SO |
||
| Farben, Purpur (Schnecken), Alizarin | ||
| Kosmetika, Salben, Öle | ||
| 1700 - 1500 | v.Chr. | Eisen/Stahl (Armenien) |
| 1000 | v.Chr. | Indigo-Färben |
| 500 | v.Chr. | Aristoteles 4 Elemente |
| Luft-Feuer-Erde-Wasser |
Danach beginnt eine starke Diversifizierung. Viele der chemischen
Kenntnisse des Mittelalters gehen auf die Chinesen und die Araber
zurück (Vorsilbe Al-, vgl. Alkohol, Aldehyd, etc.).
Die Anorganische Chemie ist die Chemie aller Elemente des
Periodensystems (das Periodensystem wurde von Mendelejew und von L.
Meyer 1869 unabhängig voneinander aufgestellt), von dessen
108 Elementen etwa 90 leichter zugänglich und nicht
radioaktiv sind.
Dieser ``Buchstabensatz der Sprache'' Chemie ist, verglichen mit dem der
Kernteilchen, noch relativ klein, und doch erlaubt er eine unübersehbare
Zahl von Verbindungen.
In der Wissenschaft Chemie werden Buchstaben
zu Worten (Molekülen) und zu Sätzen (chemische Systeme, Reaktionen)
verknüpft. (Fast alles in der Natur ist in dieser oder ähnlicher
Weise hierarchisch gegliedert).
Wie bei allen Sprachen muss man sich das ``Sprachgefühl'' erarbeiten, muss mit einfachen Zusammenhängen beginnen und erst später komplexere Feinheiten hinzufügen.
Hinzu kommt noch, dass die Verständigungssprachen praktisch abgeschlossen sind, während die Chemie, wie andere Wissenschaften auch, ständig erweitert werden muss. Das heisst, dass in der Wissenschaft das Lernen nie aufhört und dass das Verständnis wird immer mehr verfeinert wird. Dabei sollte der Überblick über das prinzipiell Machbare und über allfällige Grenzen nicht verloren gehen!
Herstellen jedenfalls kann man nichts, was nicht den Naturgesetzen genügt. Das sollte bei der heute vielfach drastischen Einteilung in Künstliches und Natürliches nie vergessen werden.