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Unterabschnitte


Säuren und Basen

Beispiel H$ _2$O:
  1. H$ _3$O$ ^+$ ist die stärkste Säure in diesem System
  2. alle Basen konkurrieren um H$ _3$O$ ^+$
  3. die stärkere Base reagiert jeweils mit H$ _3$O$ ^+$ und
  4. bildet so die schwächere, weniger dissoziierte Säure

$\displaystyle H_3O^+ + F^- \longrightarrow HF + H_2O $

Die Säure-Base-Wechselwirkung wird aber auch durch andere Effekte beeinflusst:
  1. Lösungsmitteleffekte

Lösungsmittel als Säure-Base-Systeme

Viele Lösungsmittel zeigen ebenso wie Wasser eine Eigendissoziation unter Bildung eines Kations und eines Anions.
2 H$ _2$O $ \rightleftarrows$ H$ _3$O$ ^+$ + OH$ ^-$
2 NH$ _3$ $ \rightleftarrows$ NH$ ^+_4$ + NH$ ^-_2$
2 H$ _2$SO$ _4$ $ \rightleftarrows$ H$ _3$SO$ _4^+$ + HSO$ _4^-$
2 OPCl$ _3$ $ \rightleftarrows$ OPCl$ ^+_2$ + OPCl$ ^-_4$
sterische Effekte (z.B. sterische Hinderung)

Abbildung 42: Sterische Hinderung in substituierten Aminen.
(a) Kleine Substituenten ergeben keine Spannung: das Amin ist eine gute Base.
(b) Substituenten mittlerer Grösse bewirken eine mässige Spannung und eine gewisse Umhybridisierung: die Basenstärke ist geringer als in (a).
(c) Sehr sperrige Substituenten zwingen das Stickstoff-Atom zu einer planaren (sp$ ^2$ +p)-Hybridisierung; das Amin ist eine schwache Base.
front strain back strain
\includegraphics[width=.7\textwidth]{/usr/edu/lector/vorlesung_ac1/pic/ac1_43_sterische}


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letzte Änderung: 2001-11-07