Die Oxidationszahl gibt bei Kationen
die Zahl der verlorenen und bei Anionen die der gewonnenen Elektronen
an.
Da in realen Verbindungen nie ganze Elektronen übertragen werden,
kann es sich hierbei nur um ein formales Konzept handeln,
(dessen Nutzen sich allerdings aus der MO-Theorie über den Charakter der
besetzten Orbitale erklären lässt).
Die Valenz eines Atomes ist durch die Zahl der Elektronen gegeben, die an Bindungen beteiligt sind. Es gibt keine scharfe Grenze zwischen gemeinsamen Elektronen (Kovalenz) und Elektronenübertrag (Ionizität).
Pauling hat eine sinnvolle Abgrenzung zwischen ionischen und kovalenten (Ver-) Bindungen über eine Grenzdifferenz der Elektronegativitäten der beteiligten Atome gegeben:
Die Oxidationszahlen der Hauptgruppenelemente ändern sich in
Stufen von zwei beginnend mit der höchsten
Oxidationsstufe.
Der Grund dafür liegt einerseits wieder im Bestreben, komplette oder halbkomplette Unterschalen aufzubauen und Radikale zu vermeiden.
Letzteres kann bei scheinbar falscher Oxidationszahl
entweder durch Disproportionierung oder durch Dimerisierung vermieden
werden.
In
hat Cl nur scheinbar die Oxidationszahl VI:
Bei Reaktion mit Wasser bilden sich tatsächlich Chlor- und Perchlorsäure:
(Bestimme die Oxidationszahl für Cl.)
und entsprechend
Iodverbindungen:
Bleiverbindungen:
Zu den wenigen Verbindungen, die unter Normalbedingungen Radikale
sind gehören drei Stickstoffoxide: