Übung 9: Redoxreaktionen und Elektrochemie

Aufgabe 1

Sind Manganat(VI)-Ionen in saurer, wässriger Lösung bezüglich der Disproportionierung in Mn(VII) und Mn(II) stabil? Stellen Sie hierzu eine Gleichung für die Gesamtreaktion auf. Wie gross ist deren Gleichgewichtskonstante? E0(MnO42-(aq)/Mn2+(aq) ) = +1.75 V, E0(MnO4-(aq)/ MnO42-(aq)) = +0.56 V. Falls Manganat(VI)-Ionen nicht stabil wären, was würden Sie tun, um sie in wässriger Lösung zu stabilisieren?

Aufgabe 2

Berechnen Sie mit Hilfe der Standardreduktionspotentiale aus dem CRC Handbook of Chemistry and Physics die Gleichgewichtskonstanten für folgende Reaktionen:

  1. Ni(s) + Sn2+(aq) ® Ni2+(aq) +Sn(s)
  2. 2Cl2(g) + 2H2O ® 2H+(aq) + 2Cl-(aq) + 2HOCl(aq)
  3. 4H+(aq) + 4Br-(aq) + O2(g) ® 2Br2(l) + 2H2O

Aufgabe 3

Redoxtitration: 100 ml 0.01 M FeII-Lösung sollen mit 0.10 M CeIV-Lösung titriert werden. Die Titration erfolgt in 1 M H2SO4. Die Messkette enthält eine ionenselektive Elektrode zur Messung des Potentials E(FeIII/FeII). Als Referenzelektrode wird eine Kalomelelektrode mit E0 = +0.24 V verwendet. E0(FeIII/FeII) = 0.77 V, E0(CeIV/CeIII) = 1.44 V.

Berechnen Sie die Potentiale E

  1. nach Oxidation der Hälfte der Lösung,
  2. nach Zugabe der zu FeII äquivalenten Menge CeIV,
  3. für einen Überschuss an CeIV, so dass gilt: [CeIV] = [CeIII].

Hinweis zum Vorgehen: Ermitteln Sie vorerst die Gleichgewichtskonstante für die Reaktion

FeII + CeIV ® FeIII + CeIII

und verwenden Sie sie dann in den Berechnungen a) – d).

d) Tragen Sie dann E(FeIII/FeII) als Funktion der zugegebenen Menge der CeIV-Lösung (ml) auf. Benutzen Sie hierzu die Mengen in Aufgaben a)-c) sowie die Werte 1, 3, 9, 9.9, 10.1, 11, 15, 30 ml.

 

Aufgabe 4

Wie ändert sich das Elektrodenpotential für die Halbreaktion

M3+ + 3 e- ® M,

wenn die Metallionenkonzentration a) verdoppelt bzw.b) halbiert wird? T = 298.15 ºC.